Ver­zeich­nis der deut­schen Ora­to­ri­en 1800–1950 (VDO)

Die Online-Datenbank VDO bietet einen Überblick über das reichhaltige deutsche Oratorienrepertoire des 19. und 20. Jahrhunderts. Ziel des Projekts ist es, möglichst umfassend Werke (Quellen, Editionen etc.), Aufführungsdaten und Sekundärliteratur zu deutschsprachigen Oratorien zu dokumentieren. Das VDO ist eine deutsch-südafrikanische Kooperation zwischen dem musikwissenschaftlichen Forschungsprojekt im Exzellenzcluster "Religion und Politik" an der Universität Münster und dem South African College of Music an der Universität Kapstadt. Das Projekt wurde ebenfalls gefördert von der Wolfgang Suwelack-Stiftung.

Über VDO Ver­zeich­nis der deut­schen Ora­to­ri­en 1800–1950

Obschon Oper und Oratorium musikalisch als Schwestergattungen gelten, besteht bezüglich ihrer Erforschung eine enorme Diskrepanz. Bereits hinsichtlich der Repertoireerschließung lassen sich beide Gattungen in keiner Weise vergleichen. Im Zentrum des Interesses der Forschung zu deutschen Oratorien des 19. und 20. Jahrhunderts standen bisher Untersuchungen über die Werke der bekannteren Komponisten und einzelne Sujets. Auch zur Aufführungsgeschichte liegen lediglich vereinzelte Studien vor.

In Ermangelung eines Überblicks über das reichhaltige deutsche Oratorienrepertoire des 19. und 20. Jahrhunderts zählen Studien wie Arnold Scherings 1911 publizierte „Geschichte des Oratoriums“ immer noch zu den Standardwerken. Martin Geck publizierte 1971 ein Verzeichnis der Quellen und Aufführungen der deutschen Oratorien zwischen 1800 und 1840 und schuf damit eine erste musikgeschichtliche Dokumentation, die für die weitere Forschung zur Gattungsgeschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein vorzügliches Hilfsinstrumentarium darstellt,  inzwischen aber überholt ist. Eine Fortsetzung und Ergänzung des Geck’schen Verzeichnisses bis in das 20. Jahrhundert hinein ist vielfach als wichtiges Desiderat angemahnt, allerdings bisher nie erstellt worden.

Das Projekt VDO will eben diese Forschungslücke schließen, indem nach und nach möglichst umfassend die Daten zu den Quellen, Editionen, der Aufführungsgeschichte sowie zur Forschungsliteratur online zugänglich gemacht werden.

Der Datenbestand des VDO fußt auf zwei Säulen:

    umfassende Werkdaten
    umfangreiche Dokumentation der Aufführungen.

 

Per­so­nen

Projektleitung

Prof. Dr. Dominik Höink

Professur für Musikwissenschaft am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn

Forschungsschwerpunkte: Deutsche Oratorien und Nationalismus im 19. und 20. Jahrhundert; Kirchenmusik Anton Bruckners; Händel-Rezeption im 19. Jahrhundert.

Prof. Dr. Rebekka Sandmeier

Associate Professor für Musikwissenschaft am South African College of Music an der University of Cape Town.

Forschungsschwerpunkte: Die Apokalypse im Oratorium des 19. Jahrhunderts; Händel-Rezeption im 19. Jahrhundert; Liturgische Handschriften der Kirche S. Cecilia in Trastevere der National Library of South Africa.

Mitarbeiter*innen:

Luise Adler (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn)

Julia Maria Schlothmann (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn)

Hilfskräfte   

 

Ehemalige:

  • Katharina Dettmann
  • Nicole D’Oliveira
  • Maike Gevers
  • Sarah Grossert
  • Marika Henschel
  • Kirstin Pönnighaus
  • Maria Schors
  • Elina Thier
  • Johanna Huber
  •  Florian Käune