Do 11–13 Uhr Sommertheater (am 25.11. im Brahmssaal)
‚Die‘ Musikgeschichte gibt es nicht. Erzählt werden können viele Geschichten – zum Beispiel: „Die Nutzung von Musik für die Ausübung von Herrschaft und Repräsentation von Macht“ oder: „Die Entwicklung der Medien in ihren Auswirkungen auf das Musikmachen“ oder: „Musikalische Geschlechtergeschichte“. „Die Entwicklung der musikalischen Gattungen und Stile“ ist nur eine dieser Geschichten, auch wenn sie oft für ‚die‘ Musikgeschichte gehalten wird. In diesem Sinne versucht die Vorlesung, Ihnen einen Überblick über die Musikgeschichte seit dem Mittelalter bis ca. 1800 zu geben. Sie sollen verschiedene Ansätze der Musikgeschichtsschreibung kennenlernen und dabei zugleich eine erste historische Orientierung bekommen.
Ablaufplan [pdf, 120KB]
Literatur:
Wikipedia genügt nicht: Wer Musik oder Musikwissenschaft studiert, muss eine Musikgeschichte besitzen (möglichst in der Muttersprache), auch wenn die ‚Geschichten‘ darin vielleicht nicht ganz mit denen der Vorlesung übereinstimmen. Empfohlen werden:
a) als englisches Standardwerk, das in viele Sprachen übersetzt wurde:
Donald Jay Grout und Claude V. Palisca, A History of Western Music.
- Übersetzungen z. B. auf koreanisch, chinesisch, japanisch, spanisch, niederländisch.
- Aktuelle Neuauflage der englischen Originalversion: James Peter Burkholder, Donald Jay Grout und Claude V. Palisca, A History of Western Music, 8. Auflage, New York: Norton 2009.
b) in deutscher Sprache:
Christiane Tewinkel, Eine kurze Geschichte der Musik, Köln 2007. (14,90 €)
Werner Keil, Einführung in die Musikgeschichte, Stuttgart: UTB (erscheint im Dezember 2010). (29,90 €)
Sabine Ehrmann-Herfort u.a., Europäische Musikgeschichte vom 12. bis 20. Jahrhundert, Stuttgart 2002 (leider vergriffen, aber im Bestand der Bibliothek).