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Mittwoch, 8. Februar 2012
Ethel Smyth Komponistin - Matinée mit Frühstück
4.3.2012 10 Uhr, Rathaus Friedrichsdorf/Frankfurt a.M.
Bei der diesjährigen Matinée zum Internationalen Frauentag referiert die Augsburger Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka über eine der bedeutendsten Komponistinnen der Musikgeschichte: über Ethel Smyth (1858 - 1944), die - von Clara Schumann beeindruckt - in Leipzig Komposition studierte, von Brahms und Mahler aber als "Schrulle" abgetan wurde. Mit Emmeline Pankhurst, dem Flaggschiff der ersten Frauen(wahl)rechtsbewegung, demonstrierte Ethel Smyth um 1911 für die Rechte der Frauen, wurde eingesperrt und dirigierte selbst noch im Gefängnis ihren legendären March of the women. Nach dem 1. Weltkrieg und einer Odyssee durch Europa und Ägypten bemerkte sie erste Anzeichen einer späteren nahezu völligen Ertaubung. In England lernte sie Virginia Woolf zu einer Zeit kennen (und lieben), in der sich auch die berühmte Schriftstellerin Gedanken um die Emanzipation der Frau machte. Mit ihren Opern und Kammermusikwerken und als Autobiographin setzte Ethel Smyth Marksteine. Erst in den letzten Jahren beschäftigt sich die Forschung mit ihren Werken - so an der Universität Detmold-Paderborn die Internationale Ethel-Smyth-Gesellschaft. Heute gilt sie als einzige Komponistin Englands, die - trotz Anfeindungen - in einer Zeit erfolgreich war, als Frauen in "Männerdomänen" so gut wie noch keine Lobby hatten.
Dieser Vortrag ruft die Entstehungsgeschichte des March of the women und die Bedeutung der "Brückenbauerin und Wegbereiterin" (Virginia Woolf) Ethel Smyth ins Gedächtnis. Mit vielen Bildern, Hörbeispielen und - wir singen den Marsch selbst!
Nähere Informationen finden Sie hier.
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